Mehr Kompetenz dank Eye-Tracking

„In unserer Branche gibt es einen großen Bedarf an Wissenstransfer. Manchmal ist es allerdings nicht so einfach, das, was man wie im Schlaf beherrscht, an die jüngere Generation weiterzugeben. Hier hoffen wir, mithilfe einer Eye-Tracking-Brille den Lernprozess zu verbessern“, erklärt Linda Fransson, Geschäftsführerin bei Gnosjö Automatsvarvning.  

 Gnosjö Automatsvarvning wurde gebeten, an einem Pilotprojekt mit einer Eye-Tracking-Brille teilzunehmen. Die Brille erfasst den Fokus des Trägers und vereinfacht dadurch effektiv den Wissenstransfer an neue Mitarbeiter eines Hightech-Unternehmens.

„Dank unserer herausragenden Mitarbeiter können wir Teile von herausragender Qualität liefern – und dafür braucht es so viel mehr als nur eine Ausbildung. Hier geht es um Fertigkeiten und Erfahrungen, die seit fast fünf Jahrzehnten von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sich das auswirkt, wenn ein neuer Mitarbeiter auf einmal alles mit den erfahrenen Augen eines Kollegen sieht“, meint Linda Fransson.

Das schwedische Hightech-Unternehmen Tobii produziert die Brille, deren integrierte Kamera die Umgebung filmt, während vier Kameras im Rahmen die Bewegungen der Augen verfolgen und filmen. Auf diese Weise ist genau zu sehen, was die Aufmerksamkeit des Brillenträgers weckt und was ihn ablenkt, was Konzentration verlangt oder was ganz automatisch erfolgt. Es lassen sich sogar Schlussfolgerungen zu den Einflussfaktoren für eine Entscheidung oder ein Verhalten ziehen.

Die dreijährige Testphase startete im August 2018; weitere Projektpartner sind Uddeholm und Bufab Lann. Finanziert wird das Projekt von Vinnova und Jernverket sowie von Privatfirmen, wobei sich Gnosjö Automatsvarvning u. a. mit einer Teilfinanzierung beteiligt.

„Wir sind stets auf der Suche nach innovativen Methoden zur Weiterentwicklung unserer Produktion und der Kompetenzen unserer Mitarbeiter. In Qualität und Personal zu investieren, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Es ist zudem ein wichtiger Parameter in unserer Nachhaltigkeitsarbeit und für unseren Ansatz einer Innovationskultur“, schließt Linda Fransson.